1. Zu beiden Seiten zwei durchbrochene Bogenverzierungen mit Laubwerf, welche den oberen Abschluss an den Gemälden eines Flügelaltares bildeten.
2. Verschiedene Theile mit Maß- und Laubwurf, worin die sogenannte Eselsrückenform vorherrscht. Sie dienten als Beströmungen und Füllungen in gothischen Altären.
III. Ein Wappen, wahrscheinlich in Bezug auf das betreffende Kloster, oder die Abtei symbolisch komponirt.
IV. In der Mitte der Überdachung oder Beströmung irgend eines Bildwerfes, noch mit der ursprünglichen Vergoldung und Bemalung, bestehend in einem Bogen, durchflochten und umgeben mit Ast= und Laubwerk, in welchem fünf Vogel sitzen.
V. In der Mitte eine Tafel von Eichenholz mit erhabenem Maßwerf aus der Brüstung eines Balkons in Nürnberg.
VI. Oberer Abschluss eines ehemaligen Altargemäldes mit gedrückter Eselsrückenform und zierlicher Pflanzenornamentik.
VII. Ein Laubornament mit Blumen, darunter Rosette von Eichenholz mit zierlich durchbrochenem Maßwerf, worin die Fischblasenform vorherrscht; auf beiden Seiten Füllungen aus Balkonbrüstungen von Eichenholz.
VIII. Stark vorspringende Eselsrückenform mit Krabben, ehemaliger Abschluss einer Nische.
IX. In der Mitte der Flügel eines Hausaltärchens mit Johannes dem Täufer, unter einem mit Laubwerk ornamentierten Bogen, aus Oberbayern stammend.
X. Oben reiche Beströmung eines Altar-Bildwerkes mit Eselsrückenformen, gekrümmten Fialen und zierlichen Laubwerk.
XI. Beströmung einer Statutette mit Krabben und Giebelblumen von Linden
XII. Spitzbogen mit Giebelblumen und Krabben; darunter der Abschluß oder die Beströmung eines Altarbildes mit sinniger Vereinigung der Pflanzen= und Architekturformen.
XIII. Flügelthüren eines Kirchenschreins mit durchbrochenem Laubwerk.
XIV. Große Füllung aus Eichenholz mit Maßwerk in Kreis= und Fischblasenconstruction, von einem Balkon eines Patrizierhauses in Nürnberg.
XV. Es erscheint hier der Renaissancestil in auffallendem Kontraste zu dem noch gothischen Stil auf der vorherigen Tafel, was seine Ursache darin hat, daß fast ein Decenium hindurch neben dem schon überhand genommen Renaissancestil die Gothik noch ihr Recht behauptete.
XVI. Das Wappen von Bayern und der Pfalz von ornamentalen Löwen gehalten, aus Lindenholz, in feiner Stilisierung aus dem Schlosse Neuburg für den kunstliebenden Pfalzgraf Otto Heinrich gefertigt,
XVII. Aufsatz einer Thürverkleidung mit römischem Brustharnische in Ornamenten von Lindenholz.
XVIII. Stark erhaben geschnitztes Laubwerk mit verschiedenen Theilen, aus Eck= und Friesverzierungen bestehend, aus ursprünglich, vergoldeten Vertäfelungen ehemaliger Prachtgemächer der der Residenz München, welche für Kurfürst Ferdinand Maria bestimmt waren.
XIX. Großes stark vorspringendes Ornament mit Engelstopf aus einem ehemaligen Altar im Jesuitenstil. Außerdem verschiedene fries=,leisten= und Medaillons=Verzierungen aus Altären derselben Periode.
XX. Verschiedene Holzornamente, Laubwerk, Console.., in deren Mitte als Plafondrosette ein Knabe in ornamentalen Laubkranz, aus dem Schlosse Wilhermsdorff, und 4 Console aus Eichenholz mit Masten.
XXI. Holzornamente mit Genien, aus ehemaligen Fensterbogenverzierungen in der Residenz zu München. Engelstöpfe mit Ornamenten, von Altarsäulen aus der Frauenkirche in München, (vor deren Restauration.) Laubwerke von Vertäfelungen aus dem ehm. Schlosse in Dachau bei München. In der Mitte ein Schild für Wappen oder Inschrift, in Pinienholz.
XXII. In der Mitte Consolenverzierung mit Engelstopf und Blumenfranz, aus Eichenholz. Engelstöpfe und Eckverzierungen von Altären der Frauenkirche in München. Runde und ovale Rahmen von Holzvertäfelungen aus der Residenz zu München.
XXIII. Bogenornament aus der Residenz; Engelstopf, mit Ornament aus der ehem. Bibliothek der Akademie zu München. Das Wappen des Bisthums Bamberg in ornamentalem Rahmen. Ornamente in Karyatidenform von Schlagleisten an Schränken.
XXIV. Aufsatz in Laubornament von einem Spiegelrahmen. Rückenschild eines Wandleuchter; ursprünglich vergoldet. Console, aus dem ehem. päpstlichen Zimmern der Residenz. Großes, schwungreich, behandeltes Laubornament aus einer Altarfüllung der Frauenkirche in München. Das Wappen von Bayern und Pflaz, umgeben von Trophäen in einem Rahmen mit Laubwerk.
XXV. Basrelief "Adam und Eva" in reich geschnitzem Rahmen. Ornamentierte Bilderrahmen. Holzrelief "Lukas und Markus" in Rahemn. Friesverzierungen, mit Blumen= und Laubornamenten von Altären verschiedener Kirchen.
XXVI. Vorhangaufsatz mit freistehendem Laubwerk, aus Pinienholz. Rosetten aus Füllungen von Säulenpostamenten. Holzbasreliefs, mit ornamierten Rahmen. Verschiedene Holzornamente aus der Residenz zu München.
XXVII. Engelstöpfe von Alltarornamenten; Ovalrahmen in freistehendem Laubwerk, darin in Hautrelief die hl. Familie. Muschelförmiges Laub=Ornament von einem Portal. Rosetten von Holzdecken.
XXVIII. Großes Ornament aus dem Giebelfeld eines Altars (aus Landshut): Das flammende Herz von Jule: Das flammende Herz Jesu, von freistehendem Laubwerk umgeben. Friesverzierungen, Rosetten, Ornamente aus Vertäfelungen verschiedener baierischer Schlösser.
XXIX. Aufsatz eines Spiegelrahmens, Muschel in Laubwerk auslaufend. Spiegelrahmen, welcher die Rückwand eines Wandleuchtes bildete. Freistehende Figur eines Bettlers, mit dazu verwendetem ornamentierten Consol. Eck=Rahmen und Friesverzierungen von Vertäfelungen.
XXX. Freistehender Aufsatz eines Hausaltärchens mit Muschelwerk. Reichornamentiere Aufsätze von Spiegelrahmen. Zwei kleine, runde Spiegelrahmen mit besonders feinem Rocailornament. Verschiedene Ornamente von Portalen und Wandvertäfelunge.
XXXI. Unten in der Mitte Aufsatz eines Spiegelrahmens mit durchbrochenen Ornament. Aufsatz eines großen Gemäldes, mit Füllung, in welches ursprünglich ein Wappen gemalt war. Zwei große zierliche Rahmen mit Laub= und Netzwerk, sie stammen von dem Altar einer Kirche in Niederbayern und wurden später als Spiegelrahmen benutzt. Außerdem verschiedene Altarornamente.
XXXII. Großes Muschelornament mit Laubwerk, von einem Portal. Rosetten von Holzdecken. Vasen, mit Engelstöpfen, ehemal. Altarschmuck; die Blumen und Früchte darauf aus verschiedenen Ornamenten von den ehemaligen Prachtgemächern in der Residenz zu München zusammengesetzt. Rahmenfassung eines Altaraufsatzes aus der ehem. Franziskanerkirche in Bamberg; darin Tänzerin, eine Blumengirlande schwingend.
XXXIII. Aufsatz eines Portraitrahmens mit Füllung, zum Anbringen des Namens. Ornamente zu Auf= und Untersätzen von Spiegelrahmen. Unten in der Mitte Aufsatz des Rahmens eines Heiligen= Bildes mit dem Herzen Mariae. Löwen mit Schilden, welche zur Ausschmückung von Schlitten dienten. Rähmchen mit Blumenornamenten von besonderer Feinheit. Reich ornamierte Altarleuchter, ursprünglich vergoldet.
XXXIV. Gruppe: Jägerin, mit Hirsch und Hund, auf Untersatz, gebildet aus groteskem Ornament, Rosen, Artischocke, zusammengesetzt aus Fragmenten einer Prachtdecke der Residenz zu München. Darüber ein freistehendes Muschelwerk, eine Art Baldachin bildend, von besonderer Zierlichkeit. Zwei Holzbasreliefs, darstellend eine Sau= und Hirschjagd, in ornamentierten Rahmen. Verschiedene Ornamente aus Laub= und Muschelwerk.
XXXV. Aufsatz eines großen Gemälde = Rahmens mit eingesetztem Wappen. Das Bildnis Karl Lothars, Fürstbischofs von Würzburg und Bamberg, in oval geschnitztem Rahmen. Ovalrahmen, mit schmalen Ornamenten, welche mit Spiegeln versehen, die Rückwand von Armleuchtern bildeten. Starke, wulstige Knäufe, Säulenornamente von Altären der Frauenkirche in München. Blumen= und Laubornamente von Vertäfelungen aus der Residenz daselbst.
XXXVI. Karyatidenartig behandelte Kinder, als Eckverzierungen eines Hausaltärchens, mit ursprüngl. Bemalung, von besonderer Zierlichkeit. Leicht behandelte, durchbrochene Ornamente aus den Logen des alten Hoftheaters in München.
XXXVII. Großes Holzornament, mit der ursprüngl. Vergoldung (a. d. Herzogs=Marburg in München). Aufsätze von Altären, s. g. Pyramiden, in reich verzierten Rahmen, aus der Frauenkirche in München, mit zwei versilberten Basreliefs: Christi und Mariae Himmelfahrt. Ovaler Rahmen aus Muschelwerk.
XXXVIII. In der Mitte Uhrengehäuse, in überladenem Muschelornament. Auf beiden Seiten Fassungen für Reliquien, in Monstranzform. Ornamentirte Schilde, Portalverzierungen. Zwei Modeherren (im Werther-Costäm), auf ornamentirten Sitzen. In den vier Ecken Rahmen, als Rückwände von Armleuchtern.
XXXIX. Korb mit Blumen, höchst kunstreiche Schnitzerei ; Meisterstück eines bayer. Schnitzers in vergoldetem Rahmen. Große naturalistisch behandelte Blumen= und Fruchgewinde a. d. Residenz in München, in ursprünglicher Vergoldung.
XL. Korb mit Blumen und Früchen, ornamental behandelt; geflügelte Frauenbilder, Eckornamente eines Tisches. Rahmenornamente, aus Schleifen und Lorbeerguirlanden bestehend. Fragmente von Ornamenten aus den ehem. Prachtgemächern der Residenzu zu München, mit ihrer ursprünglichen Vergoldung. Beide letztere Tafeln bezeichnen besonders den antikisirenden sogenannten Empirestil, zum Gegensatze des vorhergegangenen Rocaiul (Rococo).